Gehard Demetz

12.11.17 – 7.1.2018

Eröffnung: Sonntag, 12. November 2017, 17 Uhr

Unvollendet und unverwechselbar verwirklicht Gehard Demetz seine Figuren, indem er kleine Holzblöcke zusammensetzt, als wären sie Fetzen der Geschichte. Seine Werke sind in der Regel Kinder oder Jugendliche mit einem Blick, der manchmal ausgelöscht, manchmal melancholisch und fast schmutzig erscheint, ein Symptom der bitteren Konfrontation mit sich selbst und der Welt der Erwachsenen, und des vorzeitigen Verlusts der Unschuld, die wir normalerweise der Kindheit zuzuschreiben.

„Es waren die Theorien von Rudolf Steiner, die mich dazu veranlaßten, Kinder zu sehen: er stellt fest, dass Kinder bis zum sechsten Lebensjahr das Unbewusste spüren und die ihnen von ihren Vorfahren übermittelten Impulse fühlen können, und ich bin von dieser Hypothese überzeugt, Zusammen mit der Vorstellung, dass diese Kinder im Grunde ihrer Verwandlung in das Erwachsenenalter bewusst sind, vielleicht auch aufgrund meiner persönlichen Erfahrung bei der Überwindung der Kindheit, die ich auf besonders intensive Weise erinnere." (Gehard Demetz)

In nur wenigen Jahren ist Gehard Demetz international bekannt geworden durch seine unglaubliche Kunstfertigkeit als traditioneller Holzschnitzer.

( Auszug aus: Das fremde Alter von Tobia Moroder)